Karte mit Lage und Zufahrt zu den Burgruinen
Aufstellung der Burgruinen
🏰 Ruine Turmhölzle
| Name | GPS | Typ | Höhe | Erhaltung |
|---|---|---|---|---|
| Ruine Turmhölzle 79650 Schopfheim-Raitbach |
47.6831° N, |
Höhen- burg |
620m | Burghügel, Hals- und Ringgraben, Mauerreste von Bergfried, Ringmauer und anderen Gebäuden |
-
Blick über das Burgareal nach Osten: Links vorne Reste der Ringmauer, im Hintergrund Innenbebauung und Bergfried. Fotos: W. RichterBestand
Die Burgruine Turmhölzle gehört zu den am besten erhaltenen Burgruinen im Landkreis Lörrach. Sie liegt auf einer ovalen Kuppe am Ende eines Bergsporns am südlichen Hang der Hohen Möhr östlich des Oberdorfs von Raitbach, einem Ortsteil der Stadt Schopfheim. Die Burgruine nimmt nahezu das gesamte Gipfelplateau der Kuppe ein. Sie erstreckt sich über ca. 35 m in Ost-West-Richtung und ca. 18 m an der breitesten Stelle in Nord-Süd-Richtung. Sie hat eine Gesamtfläche von ca. 600 m2.
Ganze Breite des Bergfrieds Richtung Süden. Foto: W. Richter
In Lagen gesetzte rechteckige Hausteine an der SW-Ecke des Bergfrieds. Foto: W. Richter
Unregelmäßig versetzte wenig behauene Hausteine an der von der Ringmauer ehemals verdeckten Ostseite des Bergfrieds. Die Oberkante der Reste der Ringmauer sind im Vordergrund. Foto: W. Richter
Links im Bild Reste der Tür/Türschwelle zum ersten Obergeschoss des Palases. Blick vom Inneren des Palases. Am linken Bildrand die Bergfriedmauer. Foto: W. Richter
Grundriss der Ruine Turmhölzle (GPS-Vermessung: Stadtmuseum Schopfheim), Zeichnung W. Richter1. Bauphase
Die Ringmauer (1) wurde am Anfang der Bebauung erstellt und hat eine Dicke von 0,8 bis 1,2 m. An der Ost- und Nordseite der Burg wurde sie im Jahr 1981 ausgegraben. Im Westen zeichnet sie sich im Gelände entlang der Kante des Gipfelplateaus ab, teilweise anhand der bemoosten Steine. Auf der Südseite ist der Verlauf der Ringmauer größtenteils unklar, da dieser Bereich noch nicht archäologisch untersucht wurde. In diesem Bereich ist auch das Burgtor zu vermuten, dessen Lage bisher unbekannt ist.
2. Bauphase
Im östlichen Teil des Burgareals finden sich die Reste des rechteckigen Burgturms/Bergfrieds (2) mit einer Grundfläche von 9,5 x 7,5 m und einer Mauerstärke von ca. 2,5 m. Der Bergfried lehnt sich an der Ostseite direkt an die Ringmauer der Burg an.
Westlich an den Bergfried angrenzend finden sich Reste des vermutlichen Haupt(wohn)gebäudes, dem Palas (3) der Burg. Beim Palas kann man zwei Bauphasen unterscheiden: In der initialen Bauphase war der Palas vom Bergfried getrennt. Das Tor zum Palas-Erdgeschoss (4) ist noch zu erkennen.3. Bauphase
Der Palas wurde in einer späteren Bauphase erweitert und umgebaut. Die östliche Mauer aus der initialen Bauphase wurde bis zum Erdgeschoss abgetragen und neue Mauern (5) eingezogen (rot im Plan). Der Palas wurde damit erweitert und reichte bis zum Bergfried. Die Oberkanten der Mauerreste im Bereich der Erweiterung (5) entsprechen etwa der Oberkante des Erdgeschosses. Direkt am Bergfried sind Reste einer Tür, die in das erste Obergeschoss des erweiterten Palas führte. Die Tür war vermutlich über eine Holztreppe zugänglich.
Die Bebauung im westlichen und südlichen Teil der Burg ist unbekannt, da dieser Teil des Burggeländes bisher archäologisch nicht untersucht wurde.
Um die Kuppe herum sind Gräben bzw. Wälle sichtbar. Nach Osten ist die Kuppe durch einen Halsgraben vom Rest des Bergsporns abgetrennt. Nach Norden und Westen ist die Kuppe durch einen Ringgraben mit vorgelagertem, teilweise verschliffenem Wall geschützt.
Ansicht des Kosters St. Blasien um 1562. Von L. Schmieder: Das Benediktinerkloster St. Blasien. Augsburg 1929. Abb. 17., Gemeinfrei, LinkGeschichte
Direkte historische Nachrichten zur Burg sind bisher nicht gefunden worden. Der Name „Turmhölzle“ ist nicht der ursprüngliche Name der Burg im Mittelalter. Auf der Basis von Flurnamen in Güterbeschrieben des Klosters St. Blasien, das in Raitbach begütert war, wurde „Fernegg“ oder „Farnegg“ als ursprünglicher Burgname vorgeschlagen (Schubring 1986) .
Da historische Nachrichten fehlen, kann die Baugeschichte der Burg nur aus dem archäologischen Befund erschlossen werden. Die Untersuchung der Ruine zeigte, dass die Baugeschichte der Burg drei Phasen umfasst:
Phase 1
Die Burg wurde zunächst als sogenannte Ringmauerburg erbaut, d.h. ein Burgturm fehlte. Die Gebäude innerhalb der Ringmauer aus dieser Phase wurden bisher archäologisch nicht erfasst. Balkenlöcher in der Ringmauer deuten auf ein größeres Gebäude in der Nordostecke der Burg hin. Nach den Befunden in zeitgleichen Burgen in der Nordwestschweiz könnten die Gebäude aus Holz oder Fachwerk gebaut worden sein. Die Erbauung der Burg erfolgte vermutlich im 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts. Sollten weitere Untersuchungen eine Erbauung im 11. Jahrhundert bestätigen, kommen die Herren von Waldeck als Erbauer in Betracht.
Die Ausführung von frühen Burgen als Ringmauerburgen scheint in der Region nicht ungewöhnlich zu sein. So ist das Fehlen eines Turmes typisch bei frühen Burgen im Kanton Aargau (Frei 2023). In anderen Gegenden scheint dagegen im 11. Jahrhundert der Wohnturm die bevorzugte Bauform zu sein. So zeigte eine Untersuchung von Burgen in dieser Zeit (Salierzeit) in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, dass „rund 80% aller untersuchten frühen Adelsburgen einen mehr- oder weniger mächtigen Stein- oder Holzturm besessen“ haben (Böhme 1991).Phase 2
In einer zweiten Bauphase erfolgte die Errichtung des Bergfrieds und eines steinernen Hauptgebäudes (Palas). Das Mauerwerk des Bergfrieds deutet auf eine Errichtung im 12. Jahrhundert hin (Meyer 1981). Mit diesen Änderungen entsprach das Turmhölzle dem Bild von „klassischen“ Adelsburgen mit Bergfried und separatem Wohngebäude, die ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhundert entstehen (Biller 1998). Vermutlich wurde die Burg von einem Ministerialen des Klosters St. Blasien umgebaut und diente zum Schutz der klösterlichen Grundherrschaft in diesem Bereich. Raitbach war Teil der Herrschaft Fahrnau-Raitbach des Klosters St. Blasien (Schubring 2000).
Phase 3
Das Palasgebäude wurde umgebaut und zum Bergfried hin erweitert (siehe auch Grundriss der Burg).
Genauere Informationen zum Ende der Burg fehlen. Die gefundene Keramik spricht dafür, dass die Burg bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts verlassen wurde. Es bleibt offen, ob die bei der Ausgrabung gefundenen verschmorten Lehmstücke auf einen Brand als Ende der Burg hindeuten. Möglicherweise steht das Ende aber auch in Zusammenhang mit Änderungen der Besitzverhältnisse in Raitbach. Die Herren von Stein gewannen Einfluß in Raitbach und errichteten die nahe gelegene Burg Neuenstein (heutige Ruine Burgholz), die 1283 erstmals urkundlich erwähnt wird (Schubring 2000).
Ausgrabung der Burg
1981 wurde der Ostteil der Burg mit dem Bergfried auf Initiative der Stadt Schopfheim von Schülergruppen unter Anleitung von Archäologen ausgegraben. Die meisten der jetzt sichtbaren Mauerreste kamen bei dieser Ausgrabung zutage.
1982 stoppte das Landesdenkmalamt weitere Grabungen vor einer regelrechten Konservierung und Sicherung der ausgegrabenen Mauern. Eine Konservierung dieser Mauern hat bisher nicht stattgefunden.
Da die Ausgrabung der Burg nicht fortgesetzt werden konnte, blieben viele Fragen zum Grundriss, der Baugeschichte sowie zum Beginn und Ende der Burg offen.
Gefährdung der Burgruine
Reste der Ringmauer an der Ostseite der Burg: Vor dem Ausbruch 2018 Foto: W. Richter
Verfall der Ringmauer an der Ostseite der Burg: Mauerausbruch von 2022 Foto: W. Richter
Reste der Ringmauer nach der reversiblen Rekonstruktion der Ausbrüche als Trockenmauer im Oktober 2024. Moos und Algen sind von diesem Mauerteil verschwunden, da dieser Teil seit Herbst 2023 mit einer Plane abgedeckt war. Foto: Marco GembeDie bei der Ausgrabung 1981 freigelegten Mauerstücke wurden seinerzeit nicht konserviert. Mittlerweile setzt der Zerfall der freigelegten Mauern ein. So kam es 2022 zu einem größeren Mauerausbruch an der Ostseite der Ringmauer. Auch an Teilen der Innenbebauung ist deutlicher Verfall sichtbar.
Es ist zu erwarten, dass ohne Konservierung der Mauern sich der Zerfall fortsetzt und so langfristig zum Verlust dieser bemerkenswerten Burgruine führen kann.
Anfahrt
Literatur
Thomas Biller, Die Adelsburg in Deutschland / Entstehung-Gestalt-Bedeutung, München, 1998, S. 134 Digitalisat der UB Heidelberg
Horst Wolfgang Böhme, Burgen der Salierzeit in Hessen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland, in: Horst Wolfgang Böhme (Hg.), Burgen der Salierzeit/Teil 2/In den südlichen Landschaften des Reiches, Sigmaringen 1991, S. 69 Digitalisat der UB Heidelberg
Peter Frey, Die Burgen des Kantons Aargau / Mittelalterliche Adelssitze, Brugg 2023, S. 29 Digitalisat der UB Bern
Werner Meyer, Burgen von A bis Z – Burgenlexikon der Regio, Basel 1981. S. 35
Klaus Schubring, Ein älterer Name für das Turmhölzle in Raitbach – Eine Ruine gibt Fragen auf, in: Jahrbuch ´86 Stadt Schopfheim, S. 62-69.
Klaus Schubring, Bauern, Mönche und Adlige, in: Schopfheim - Natur, Geschichte, Kultur, Schopfheim, 2000. S. 101-120.
C.A. Müller, Burgen und Schlösser, in: Das Markgräflerland, Jahrgang 4/35, Sonderheft 1973. S. 61 Digitalisat der UB Freiburg
🏰 Ruine Altenstein
| Name | GPS | Typ | Höhe | Erhaltung |
|---|---|---|---|---|
| Ruine Altenstein 79685 Häg-Ehrsberg |
47.7333° N, |
Höhen- burg |
740m | Halsgraben, wenige Mauerspuren (Burgareal größtenteils in das Tal des Angenbachs abgerutscht) |
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Burgstelle Altenstein: Ansicht von Süden in Richtung Angenbachtal. Hinter dem Strommast tiefer Halsgraben, dahinter das Burgareal. Im sichtbaren Geländegrat auf dem Burgareal Reste der südlichen Ringmauer. Foto: Wolfgang Richter
Reste der südlichen Ringmauer. Foto: Wolfgang RichterDie Burgruine
Die Burgstelle der Ruine Altenstein liegt unweit des Weilers Altenstein in der Gemeinde Häg-Ehrsberg auf einem Bergsporn, der in das Angenbachtal hineinreicht. Auf der Südseite wird der Bergsporn durch einen ca. 8 m tiefen Halsgraben abgetrennt, auf den West-, Nord- und Ostseiten fällt den Bergsporn nahezu senkrecht in das Angenbachtal (Bigott 2009). Entlang des Graben findet man geringe Reste einer Ringmauer (Meyer 1981). Das Burgareal ist vermutlich teilweise in das Angenbachtal abgerutscht.
Geschichte
Die Burg wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert erbaut. Über das Ende der Burg ist nichts bekannt.
Es ist unklar, ob es sich um die urkundlich erwähnte Burg Altenstein handelt, den vermutlichen Stammsitz der Herren von Stein. Aufgrund der vorhandenen Urkunden aus dem 14. Jahrhundert und sonstigen Hinweisen vermutet Schubring, dass es sich um die urkundlich erwähnte Burg Altenstein handelt (Schubring 2012). Dagegen vermuten Meyer und Bigott, dass es sich bei der urkundlich erwähnten Burg Altenstein um die Ruine Henschenberg bei Zell im Wiesental handelt (Bigott 2009, Meyer 1981)(siehe auch unter Ruine Henschenberg).
Die urkundlich erwähnte Burg Altenstein hieß vermutlich zunächst nur Stein. Nach der Erbauung der Burg Neuenstein durch die Herren von Stein wurde sie zur Unterscheidung Altenstein genannt. Die Burg Neuenstein wird 1283 erstmals erwähnt. Daher muss die Burg Altenstein in der zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts bereits bestanden haben. Vermutlich war Altenstein eine Amtsburg des Stifts Säckingen, die den Herren von Stein als Meiern des Stiftes als Lehen gegeben war und als Verwaltungssitz diente (Gutmann 2013). Nach einer Urkunde aus 1421 hatte sie zu dem Zeitpunkt ihre Funktion als Verwaltungssitz offensichtlich verloren (Gutmann 2013).
©OpenStreetMap contributors. DR. DSGVOAnreise 🚗 und 🥾
Von 79685 Häg-Ehrsberg zum Ortsteil Altenstein. Die Ruine liegt am Waldrand unterhalb des Weilers Altenstein. Sie ist nur sehr schwer zugänglich, da kein Weg zur Ruine führt. Sehr steiler Anstieg auf den Burghügel.
Literatur
Boris Bigott: Häg (Häg-Ehrsberg. LÖ). In: Alfons Zettler, Thomas Zotz: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau, II. Südlicher Teil: Halbband A-K. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-7366-5, S. 244–247. Digitalisat der UB Heidelberg
Andre Gutmann: Unter dem Wappen der Fidel – Die Herren von Wieladingen und die Herren vom Stein zwischen Ministerialität und adliger Herrschaft. Verlag Karl Alber Freiburg / München 2011, S.321-322 Online-Veröffentlichung 2013 .
Werner Meyer: Burgen von A bis Z – Burgenlexikon der Regio, Basel 1981. S. 9
Klaus Schubring: Wo lag die Burg Altenstein? In: Das Markgräflerland, Band 1/2012, S. 106–117. Digitalisat der UB Freiburg
🏰 Ruine Burgholz
| Name | GPS | Typ | Höhe | Erhaltung |
|---|---|---|---|---|
| Ruine Burgholz 79650 Schopfheim-Raitbach |
47.6776° N, |
Höhen- burg |
663m |
Burghügel, wenige Mauerreste, Halsgraben und Ringgraben |
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Mauerreste an der S-W-Ecke der Kernburg, Foto: Wolfgang RichterDie Burgruine
Die Ruine Burgholz liegt nahe der Ortschaft Raitbach, einem Ortsteil der Stadt Schopfheim.
Nahe der Straße Raitbach – Schweigmatt liegen „spärliche Reste einer ausgedehnten Burganlage auf steiler, felsiger Kuppe“ (Meyer 1981). An der nördliche Seite findet sich ein zweiteiliges Vorwerk (siehe Grundriss). Ein tiefer Halsgraben, der teilweise in den Felsen geschrotet ist, trennt das Vorwerk von der Kernburg. Von der Kernburg sind nur geringe Mauerreste erhalten. An der Nordostecke eventuell die Reste eines Rundturms. Südlich der Kernburg eine Vorburg mit dem alten Zugang zur Burg. Die Kernburg und südliche Vorburg sind von einem Graben mit vorgelagertem Wall umgeben.
Grundriss der Ruine Burgholz (aus Schubring 1994, S. 55)Geschichte
Erste Erwähnung im Jahr 1283: Bei der Ruine Burgholz handelt es sich vermutlich um die Ruine der Burg Neuenstein (Schubring 1994). Diese wurde von den Herren von Stein erbaut und 1283 erstmals erwähnt. Die Gebrüder Rudolf und Heinrich von dem Steine machten 1283 auf ihrer Burg „zu dem Nuwenstaine“ eine Stiftung für ihr Seelenheil. Mitte des 14. Jahrhunderts starben die Herren von Stein im Mannesstamm aus und die Herren von Schönau erbten ihren Besitz (Schubring 2001).
Im Jahr 1400 verkaufen Anna von Klingenberg, die Witwe des Ritters Rudolf Hürus d.A. von Schönau, und ihr Sohn Albrecht von Schönau die Feste „Nuw Stein“ mit den umliegenden Dörfern Gersbach, Schlechtbach, Schweigmatt, Kürnberg und Raitbach sowie einigen Höfen an Markgraf Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg. 1401 verzichtet St.Blasien auf sein Lehnsrecht an der Burg.
Im Jahr 1509 ist die Burg eine Ruine. In diesem Jahr belehnt Markgraf Christoph von Baden den Appolinaris Höcklin von Schopfheim mit dem Burgstadel, d.h. zu dieser Zeit war die Burg bereits Ruine. Zu dieser Zeit wird der Burgstadel Steineck genannt. Erst seit dem 17. Jahrhundert hat sich die Bezeichnung Burgholz eingebürgert (Schubring 1994).
Karte
©OpenStreetMap contributors. DR. DSGVOAnreise
Anreise 🚗
Von 79650 Schopfheim-Raitbach her kommend liegt die Burgruine dicht an der K 6339 in einer scharfen Linkskurve, etwa auf der Hälfte zwischen den Raitbacher Ortsteilen Scheuermatt und Steinighof. Parkmöglichkeit direkt am Waldrand unterhalb des Burghügels. Die Burgruine ist schwer zugänglich, da keine Wege oder Pfade auf die steile Burgkuppe führen.
Anreise 🚈 und 🥾
Vom Bahnhof Hausen-Raitbach Wanderweg Richtung Raitbach/Schweigmatt. An der Ruine Turmhölzle vorbei weiter Richtung Schweigmatt. Im Weiler Blumberg rechts auf bergab führenden Fahrweg bis zur Straße Raitbach-Schweigmatt (K6339). Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße liegt der Burghügel.
Literatur
Werner Meyer, Burgen von A bis Z – Burgenlexikon der Regio, Basel 1981. S. 13
Klaus Schubring: Die Herrschaft Neuenstein und Hausen im Wiesental. In: Das Markgräflerland, Heft 1, 1994, S. 43-62. Digitalisat der UB Freiburg
Klaus Schubring: Die genealogische Entwicklung der Familie. In: Wernher von Schönau und Katharina Frings (Hrsg.): Adel an Ober- und Hochrhein – Beiträge zur Geschichte der Freiherren von Schönau. Freiburg im Breisgau 2001, ISBN 3-7930-9282-8, S. 75–98.
🏰 Ruine Henschenberg
| Name | GPS | Typ | Höhe | Erhaltung |
|---|---|---|---|---|
| Ruine Henschenberg 79669 Zell im Wiesental |
47.7084° N |
Höhen- burg |
498m |
Burghügel, wenige Mauerreste, Halsgraben |
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Zieglhar, Ruine Henschenberg 1, CC BY-SA 4.0 Die Burgruine
Die Ruine Henschenberg liegt auf einem Bergsporn westlich der Stadt Zell im Wiesental zwischen Henschenbach und Fischbach. Ein markanter Halsgraben trennt das Burgareal bergseits ab (Grundriss bei Müller 1973). Auf dem Burgareal finden sich nur geringe Mauerreste. An der Nordseite angrenzend an den Halsgraben Reste eines „größeren, wehrhaften Gebäudes, vermutlich eines Wohnturmes“ (Meyer 1981). Auf dem Burgareal finden sich außerdem Mauerreste weiterer, nicht identifizierter Gebäude. Werner Meyer berichtet von spätmittelalterlichen Biberschwanzziegeln und Keramikscherben aus dem 14. und 15. Jahrhundert im Oberflächenschutt auf dem gesamten Burgareal (Meyer 1981). Ein an der Ostseite des Bergsporns in den Fels getriebener Stollen steht vermutlich nicht im Zusammenhang mit der Burg.
Geschichte
Urkundliche Nachrichten zu einer Burg Henschenberg fehlen. Einige Autoren vermuten aber, dass es sich um die urkundlich erwähnte Burg Altenstein der Herren von Stein handelt (Meyer 1981, Bigott 2009), wohingegen andere Autoren die Ruine Altenstein bei Häg-Ehrsberg als die urkundlich erwähnte Burg Altenstein identifizieren (Schubring 2012)(siehe auch unter Ruine Altenstein).
©OpenStreetMap contributors. DR. DSGVOAnreise
Anreise 🚗 und 🥾
Von 79669 Zell im Wiesental über den Gresgener Weg (Parkmöglichkeit z.B. in der Scheffelstraße). Kurzes Stück auf einem Waldweg entlang des Henschenbaches zur Ruine, die etwa 130 m nördlich der Einmündung des Fischbachs in den Henschenbach liegt. Der steile Burghügel ist schwer zugänglich, Pfade auf den Burghügel fehlen.Anreise 🚈 und 🥾
79669 Zell (Wiesental) ist Endstation der Wiesentalbahn.
Literatur
Boris Bigott: Häg (Häg-Ehrsberg. LÖ). In: Alfons Zettler, Thomas Zotz: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau, II. Südlicher Teil: Halbband A-K. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-7366-5, S. 244–247. Digitalisat der UB Heidelberg
Werner Meyer, Burgen von A bis Z – Burgenlexikon der Regio, Basel 1981. S. 16
C.A. Müller, Burgen und Schlösser, in: Das Markgräflerland, Jahrgang 4/35, Sonderheft 1973. S. 61 Digitalisat der UB Freiburg
Klaus Schubring: Wo lag die Burg Altenstein? In: Das Markgräflerland, Band 1/2012, S. 106–117. Digitalisat der UB Freiburg

